Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn. (1845)
Entstehung
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des Brodeſſens nicht überdrüſſig geworden iſt, er ſorgen ſoll, daß er mir nicht in die Hände falle.

Troilo ging hinaus, und begab ſich in den Stall, wo ſein Pferd war, legte ihm Sattel und Zügel auf, und wickelte ihm den Huf in Lumpen ein, damit es, wenn es herausgezogen werden würde, es auf dem Pfla⸗ ſter nicht gehört werden könnte, und nachdem er ſo alles vorbereitet hatte, ging er wieder hinauf in das Zim⸗ mer und fand Liſa und Fanfulla eingeſchlafen. Er ſetzte ſich ſachte nieder und blieb ſo eine halbe Stunde. Als ihm der rechte Augenblick gekommen ſchien, weckte er den einen und die andere und ſagte:Nun iſt es Zeit, machen wir uns bereit.

Liſa war bald auf den Füßen, nahm das Kind und legte dem eingeſchlafenen den Buſen an den Mund, damit es nicht ſchreie, wenn es erwache. Troilo bewaffnete ſich, unterſtützt von Fanfulla, dann nahm er eine Laterne, die er mit dem Mantel be⸗ veckte und alle drei gingen auf den Fußſpitzen hinab. Als ſie unten in der Halle des Hofs angekommen wa⸗ ren, ſagte Troilo: Wartet Ihr auf mich, ich geh' nach dem Schlüſſel; Fanfulla wollte um jeden Preis mitge⸗ hen und ihm helfen und ſagte mit leiſer Stimme: ich will ihm zwei Finger an den Kragen ſetzen, die, das kann ich Euch ſagen, gleich mit ihm fertig werden ſollen, weßhalb der Jüngling immer mehr einſah, wie wichtig es ſei, allein zu gehen; und es gelang ihm nur mit großer Schwierigkeit, ſich von ſeinem nur zur eifrigen Gefähr⸗ ten loszumachen, indem er ihm ſagte: nein, nein, bleibt zurück und wenn Ihr mir helfen wollt, nachher, wenn Ihr mich zurückkommen ſehen werdet, werft ihr Euch, während ich den jungen Mann aus dem Gefängniß ziehe, auf die Wache, und laßt den erſten Hieb den letzten ſein. Er ſetzte ſich in Bewegung, ohne Antwort zu erwarten, und nach drei Minuten erſchten er wie⸗ der und hob den Arm in die Höhe, um die Schlüſſel zu zeigen. Fanfulla hatte ſich indeſſen an der Mauer