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habe ſich entſchloſſen, ſeinem Sergeanten aufzutragen, ihn bei dem erſten Scharmützel niederſchießen zu laſſen, um ihn aus dem Weg zu ſchaffen, und fügte hinzu: Ohne ihn länger in Unbequemlichkeit zu ſetzen, will ich ihn Dir als Wache an das Thor ſtellen laſſen, und ſo mt die Zeit zu dem ſchneller herbei, was ich ihm ſchon im Herzen verſprochen hatte. Ein wenig früher oder ſpäter, wird für ihn ganz gleich ſein. „Wenn es ſich ſo verhält, und Euch Nichts darauf ankommt, und wenn Ihr dazu noch einen Grund habt, den Kerl aus der Welt zu ſchicken, ſo ſehe ich auch ein, daß die Sache mit mehr Wahrſcheinlichkeit vor ſich ge⸗ hen wird. Den Kerkermeiſter, welchen der Graf Pier⸗ maria nicht tödten laſſen wollte, da es ein Mann war, auf den man ſich verlaſſen konnte, ließ er rufen, und ſetzte ihn in Gegenwart des Troilo in Kenntniß, daß dieſer bei Nacht in ſein Zimmer kommen würde, we⸗ gen des Schlüſſels. Wenn er allein komme, ſoll er ihm denſelben geben und dann habe es keine Schwierigkeit (wenn— um alle mögliche Fälle vorher zu ſehen,) er einen Begleiter habe, ſo werde ſich Troilo ſtellen, als wenn er ihm einen Dolch in die Bruſt ſtoßen, und er ſolle dann niederfallen, ohne zu ſchreien, wie einer, der eine ſehr lebensgefährliche Wunde empfangen hat. Als ſie ſo übereingekommen waren, fragte Troilo den Grafen: „Kann ich Euch in Nichts in Florenz dienen? Nun, da ich Seidenhändler werde, wenn Ihr Sammetbrokat nöthig habt, laßt es mich wiſſen, Ihr werdet mir doch zu löſen geben— he, und ich werde Euch bald ſagen können, wie theuer die Elle.“ „Lebe wohl, lebe wohl Narr, aber wenn du mir in einem Pack von Seidenſtoffen den Kopf des Anquilloti ſchicken könnteſt. der mir es brächte, ſollte ein Trinkgeld haben, das ihm aus dem Elend helfen könnte. Sag' ihm einſtweilen, daß, wenn er


