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ling ſtellie ſich verwundert und wendete ſich auf dem Seſſel ungeduldig und ſagte:
„Es iſt doch verwünſcht, daß ich keinen Augen⸗ blick mich in Ruhe freuen kann, es iſt doch recht lang⸗ weilig, auf, leuchte ihm und laß ihn hereintreten.“ Dann zu ſeinen Tiſchgenoſſen gewendet, fuhr er fort;
„Das wird wieder wegen irgend eines Unglücks ſein,
daran fehlt es nie. Geht alle Beide in dieſe kleine Kammer und gebt Acht, daß man Euch nichi hört; wenn er Euch unglückticherweiſe ſehen würde, wird er wiſſen wollen, was Ihr ſeid, und wenn ich mit ihm allein vin, kann ich mich bälder von ihm los machen.“
Fanfulla und Liſa erhoben ſich eilig, nahmen ein und zogen ſich in ein anſtoßendes Zimmerchen zurück.
Kurz darau trat Baccio ein, und während Troilo ihm ſeine Verbeugung machte, ſagte er mit lauter Stimme zu ihm:„Welches Geſchäft führt Euch da⸗ her zu dieſer Stunde?“ Durch einen Wink mit dem Auge und mit der Hand zeigte er ihm, daß Liſa in dem Kämmerchen war.
Baccio antwortete mit einem Blick, ſetzte ſich und fing an zu ſprechen, indem er ſich bemühte, laut ge⸗ nug zu ſprechen, um von ihr gehört werden zu kön⸗ nen. Damit die Hauptſache, die er von dem Mäd⸗ chen gehört wiſſen wollte, nur zufällig vorgebracht zu ſein ſcheine, und als wenn ein Ereigniß von geringer Wichtigkeit erzählt würde, ſagte er zu Troilo, der Prinz habe ihm aufgetragen⸗ ihm ein wichtiges Ge⸗ ſchäft anzuvertrauen, das ſehr geheim gehalten werden müſſe, er wolle ihm jetzt nichts Anderes ſagen, aber er ſolle ſich am nächſten Morgen bewaffnet zu Pferv auf dem Markt in der Ebene von Giullari einfinden, und er werde zu einer Unternehmung ausgeſchickt wer⸗ den, welche, wenn ſie glücklich für ihn ausfalle, ihm nützlich wäre; dann gab er noch viele Liebkoſungen und gute Worte hinzu, ſagte ihm, er ſei ſehr weit in der
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