Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn. (1845)
Entstehung
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Cunſt des Prinzen vorgeſchritten, und wenn er ſie zu behalten wiſſt, werde er ſehr große Ehre und Nutzen davon haben. Dann ging er zu andern müßigſcheinen⸗ den Geſprächen über und ſagte, als wenn er ſich auf einmal erſt darauf beſinnen würde:

Ei, bei Gelegenheit, weißt Du, der junge Menſch vom heutigen Abend, derſelbe, den ich vom Galgen gerettet habe Deinetwegen, und der mir deßhalb nicht gram iſt, es iſt ihm aber nicht zu helfen.. was heute Abend nicht geſchehen iſt, ſoll morgen Statt finden.

Wie? ſagte Troilo.

Was willſt Du? Der Prinz hat, ich weiß nicht, von wem, die Sache erfahren und ſagt, man dürfe dieſe Mordthaten nicht dulden.. um ſo mehr, weil ſie ihm geſagt haben, daß er der Sohn eines Piag⸗ none, dieſes Niccolo de Lapi iſt... Bei dieſer Rede hörte man einen erſtickten Schrei im anſtoßenden Zim⸗ mer) Dieſer Raſende, hat er befohlen, ſoll morgen aufgehangen werden, und wenn er einmal geſagt hat: ich will! dann weißt Du ſchon, iſt Alles vergeblich. In einer Beziehung hat er Recht; wenn man die Frechheit dieſes Menſchen nicht beſtrafen würde, ſo würden wir unſer Leben beſtändig gegen dieſe Verräther zu ſchützen haben. Da nun das Gefängniß da unten in der Nähe des Landhauſes voll iſt, ſo iſt der junge Menſch in dieſen Thurm geführt worden, und für dieſe Nacht in dem Gewölbe im Erdgeſchoß eingeſchloſſen.

Troilo bat nun Valori ſehr dringend, für ihn Fürbitte einzulegen und Mittel zu finden, ihn zu retten. Höre mich an, erwiederte Baccio,langſam, langſam, Du wirſt mit dem Kopf gegen die Mauer rennen. Aber, wenn Du mir Gehör geben willſt, ſo miſche Dich nicht in dieſe Angelegenheit, denn ein ſol⸗ cher Antheil an dem Sohn eines Piagnonen kommt mir nicht ſehr gut vor. Ich will Dir wohl, und will