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Alle, wie einen unfehlbaren Rath und Prophetin, an⸗
hören.
Unterdeſſen war Troilo, nachdem er ſich von Va⸗ lori losgemacht, ſchleunig nach Hauſe gekommen, wo er mit ſolcher Sehnſucht erwartet wurde; er warf Hut und Stock auf einen Seſſel, athmete frei auf und ſagte mit großer Freude:
„Endlich bin ich da bei Dir, und ſo wahr Gott lebt, da ſoll mich weder Bevollmächtigter, noch Prinz⸗ noch irgend Jemand ſtören, aber wie ich ſehe,“ und er warf einen Blick umher,„iſt es leicht zu bemerken, daß ich nicht mehr in der Willkühr dieſes unnützen Mi⸗ chele ſtehe, der mir dieſes Zimmer wie einen Stall hält. Meine Liſa, Du biſt Dir immer gleich, immer liebevoll, immer ein kleiner Engel!“ Dann nahm er ſie bei der Hand und ſah ihr ſtarr ins Geſicht, das durch die vielen Gemüthsbewegungen dieſes Abends aufgedunſen und nicht ſo abgezehrt und geſchunden ſchien, als es wirklich war, und ſogte zu ihr:
„Gut, meine Liſa, Du haſt mich täuſchen wollen, iſt dieſes das Geſicht, das ſo dürr und häßlich ſein ſollte? Ein bischen mager biſt Du geworden, aber Du wirſt Dich von jedem Kummer erholen.“
„O, mein Lieber,“ ſagte ſie außer ſich,„iſt es denn wahr, find wir wirklich wieder vereinigt? Es kommt mir vor wie ein Traum, ich glaube manchen Augen⸗ blick, ich ſei närriſch. Wenn es ein Traum wäre, v ich Arme, wenn ich erwachte.“
Dann eryob ſie ſich, führte Troilo an das Bett und fügte hinzu:
„Sieh unſer armer Arriguccio, dieſes leidende Geſchöpf mit den Knöchlein, die man durch die Haut durch fieht, Du dachteſt Dir ihn ſchöner und größer, nicht wahr? O, ich habe mich ſehr bemüht, ihn am Leben zu erhalten, aber ich hatte keine Milch mehr. O, wie viele Tage, wie viele Nächte habe ich zugebracht, ich werde Dir alles erzählen, aber nun will ich nur an


