Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn. (1845)
Entstehung
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fühlen, und während ſie mit dem Kind am Hals, das auf ihrer Schulter ſchlief, in den Gemächern herum⸗ ging und die große Unordnung betrachtete, die darin war, ſagte ſie lächelnd zu Fanfulla:

Man fieht wohl, daß keine Frauenzimmer da find; ſeht her, der Arme hat ein Bett, kein Hund

möchte darauf ſchlafen. Und während ſie dieſe Worte

ſagte, gab ſie Fanſulla das Kind und begann ſorgſam die Bettdecken zurecht zu machen, die Betttücher über⸗ zuſchlagen, dafür zu ſorgen, daß ſie gleich im Eben⸗ maß von allen Seiten herabhingen, mit der unſtreiti⸗ gen Ueberlegenheit, welche Frauen bei ſolchen Gelegen⸗ heiten eigen iſt. Als ſie das Bett nach ihrer Art ge⸗ macht hatte, ging ſie an das Uebrige im Zimmer, worunter mehrere Stühle und ein Tiſch waren, bela⸗ den mit Wäſche, Kleidern, Handſchuhen und andern Dingen, wovon viel auf die Erde gefallen war. Nur die Waffen hingen ganz zuſammen geordnet, polirt und glänzend an der Wand. Auf dem Tiſch war eine Art kleines Felleiſen, halb offen. Liſa dachte zum Glück nicht daran, weder es zu berühren noch nachzuforſchen, was es enthalte, ſie hätte vielleicht in demſelben Stoff zu gewichtigen Einwürfen gegen die Worte gefunden, die ſie ſo eben erſt von dem Bedienten gehört hatte.

Als ſie mit dem Ordnen fertig war, and das Kind ins Bett gelegt hatte, ſagte ſie, indem fie es ru⸗ hig ſchlafen ſah:

O ſeht, Fanfulla, ob hier nicht wtrklich die Füh⸗ rung Gottes iſt; geſtern Nacht war es nahe daran, zu ſterben, und heute Abend, trotz aller Mühſeligkeit und Kälte dieſes Weges, ſieht es aus, als hätte ihm nie etwas gefehlt! Seit wie langer Zeit ſagte mir mein Herz, daß, wenn ich hieher komme, alle meine Leiden geendet ſein werden!

Die Fortſetzung dieſer Geſchichte wird zeigen, wie ſchön es ſei, ſich auf dieſes geſegnete Herz zu verlaſ⸗ ſen, das jedoch die Meiſten, und die Frauen mehr als