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wenn es wirklich einen ſolchen gab, ging vorüber wie ein Blitz, er verhärtete ſein Herz zum voraus, um ſeine Seele nicht von Etwas, das er von Liſa hören könnte, rühren zu laſſen, und um ſich ganz zu beruhi⸗
gen, ſagte er in ſeinem Innern: Was für einen
großen Schaden werde ich ihr denn gethan haben? ein Kind von einem Edelmann zu haben? als ob das nicht jeden Tag vorkömmt, aber ich werde es nicht machen, wie viele andere, und werde ihr ſo viel Geld geben, daß es hinreicht, einen Mann ihresgleichen zu finden.
Während Troilo mit dieſen Gedanken einherging, wartete Liſa mit zitterndem Herzen, ſeit ungefähr einer halben Stunde und glaubte, es ſeien ſchon faſt zwei Stunden vorüber, und zitterte vor einem neuen Un⸗ glück. Im Begriff, denjenigen wieder zu ſehen, den ſie ſo ſehr geliebt hatte, hatte ſich ihr Herz, das allen Argwohn verbannte, in der einzigen Vorſtellung berauſcht, nur noch einmal mit ihm zuſammen zu tref⸗ fen und ſich in ſeinen Armen zu befinden. Aber die Arme betrübte ſich, indem ſie dachte: Gott weiß, wie er mich finden wird! Die Unglücksfälle, der Mangel, haben mich ſo abgezehrt, o was würde ich darum ge⸗ ben, ſo ſchön zu ſein als es eine Zeit gab! Und um wenigſtens alles Mögliche zu thun, ordnete ſie auf das beſte ihre Haare, warf ihr häßliches Kleid weg, das ſie angezogen hatte, um das Ausſehen einer Zigeune⸗ rin zu haben, behielt nur die Kleider, die ſie anhatte, als ſie das väterliche Haus verließ, die einzigen, die fie damals beſaß, und bemühte ſich, ſie, mehr als ſie es
vermochte, artig herzurichten, und bei allen dieſen Vor⸗
richtungen war ſie ſehr beſorgt, kein Geräuſch zu ma⸗ chen, indem ſie beſtändig fürchtete, ſie möchte gehört und entdeckt werden. Endlich hörte ſie Menſchentritte auf der Straße, ſie ſtrengte ihr Gehör an, und hielt den Athem zurück. Die Schritte nähern ſich, gehen durch einen Zaun und kommen auf ſie zu, die Dunkelheit hin⸗


