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einem Augenblick jedes Geräuſch verſtummen, ſo daß man die Stimme eines Dieners deutlich hören konnte, welcher unter der Thüre ſagte:
„Herr Troilo, ein Diener verlangt nach Euch.“
„Laß ihn eintreten,“ erwiederte der Jüngling, ohne ſeinen Platz zu verändern, und gleich wurde ein Burſche eingeführt, welcher ſagte:
„Eine Frau, welche mit Euch zwei Worte ſpre⸗ chen möchte, läßt Euch ſagen, daß ſie Euch dort an der Straße nach Baroncelli erwartet.“
rvilo flieg eilig von ſeiner Kanzel herab und ſagte:„Meine Herrn, die Predigt ein andersmal„ va darf man nicht warten laſſen.“ Dann fügte er mit ernſtem Geſicht hinzu:„es iſt doch recht läſtig, daß die guten Frauen ins Lager kommen, mich zu langweilen, ach, aber ich habe Mitleiden mit ihnen... Und er ſtieß einen tiefen Seufzer aus.
„So geht es, wenn man ein ſchöner Junge iſt. Gehen wir, Knabe, mach Dich voran, und zeig mir den Weg“ Seine Begleiter ſcherzten über ihn, und ſagten ihm Artigkeiten über ſein Glück, und Valori folgte ihm bis zur Thüre nach, und ſagte:„Du wirſt ſehen, das iſt Liſa.“
„Das wäre Waſſer auf unſere Mühle, wenn ich ſie nur treffe, und wenn dieſe Gelegenheit günſtig er⸗ ſcheint, ſo wüßte ich es am beſten zu benützen!“
Troilo ging hinaus und ſiatt Liſa's traf er Bindo, welcher mehr tapfer als klug, ſeit dem Tag ihrer Ver⸗ treibung aus dem Hauſe, ſich in den Kopf geſetzt hatte, ſeine Schweſter zu rächen, aber bis dahin nicht im Stande geweſen war, dieſen ſeinen Vorſatz auszufüh⸗ ren. Wenn Troilo allein gegangen wäre, ſo wäre es ihm vielleicht gelungen, aber jener winkte im Gehen vier Soldaten, hinter ihm zu bleiben, und die Sache
ging gerade auf die Art, wie ſie im vorſtehenden Ka⸗ pitel erzählt wurde. Als der Jüngling gefangen fortgeführt wurde und


