Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn. (1845)
Entstehung
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hielten zwei runde Nymphen zwiſchen ihnen einen Schild aufrecht mit den drei Hörnchen der Guicciardini. Ein Mann von mittlerem Wuchs, deſſen Aeußeres ein früh⸗ zeitig Alter kund that, ſaß auf einem Lehnſeſſel am Feuer allein; ganz in ſeine Gedanken verſunken, ſchien er das Gelächter und den Lärmen, den man in ſeiner Umgebung machte, entweder nicht zu bemerken, oder ſich darum nicht zu bekümmern. Er war mit dem flo⸗ rentiniſchen Rock und Mantel bekleivet, einen ſeiner Arme auf den Ellenbogen geſtützt, ſtützte er ſeine Wange mit der geſchloſſenen Fauſt, ſah ſtarr in die ſtarke Be⸗ wegung der Flamme und je nach den Gedanken, die in ihm arbeiteten, zog er bald die Augenbrauen zu⸗ ſammen, bald ſchüttelte er den Kopf und zuweilen lächelte er mit halber Lippe, aber ſein Lächeln drückte alles Andere, als Heiterkeit aus. Dieſer Mann war Herr Baccio Valori, Bevollmächtigter des Pabſts im kaiſerlichen Heer, ein Mann von ſcharfſinnigem Ver⸗ ſtand, erfahren in Staatsangelegenheiten, begierig nach Macht, und im Ruf der feinſten Schlauheit. Er ſollte übrigens nach einigen Jahren erfahren, daß die feinſte Schlauheit darin beſteht, ein rechtſchaffener Mann zu ſein, denn es gelang ihm zuletzt doch nicht, ſeinen Hals por dem Beil Koſimo des Erſten zu retten. Von dem Gelingen der Unternehmung gegen Florenz hing die Erfüllung ſeiner ehrgeizigen Hoffnungen oder ſein völliger Untergang ab. Wurde die Stadt erobert, und dem mediceiſchen Joch unterworfen, ſo ſtieg er zu den höchſten Stufen empor, erhielt Ehren und Reich⸗ thümer, er war dann der Gute, der Kluge, der Freund

der Ordnung und der Geſetze; wenn dagegen das Volk

ſiegte, und ſeine Freiheit bewahrte, ſo blieb er in der Verbannung eines Empörers, ſeines Beſitzthums be⸗ raubt, und in der verachteten Stellung eines getäuſch⸗ ten Verräthers.

Aber der Schwierigkeiten des Gelingens waren viele und ſehr ſchwere, er mußte das Lager beſtändig