Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn. (1845)
Entstehung
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Siebenzehntes Kapitel.

Am Beginn eben dieſes Abends, während Liſa mit ſo großer Unbequemlichkeit und Gefahr Florenz verließ, um Troilo aufzuſuchen, befand ſich dieſer vergnügt und gedankenlos in der Villa Guicciardini beim Abendeſſen des Prinzen von Oranien unter einem zahlreichen Kreis von Edelleuten, die ſich dort die Zeit vertrieben, wenn die kriegeriſchen Pflichten ſie nicht anders wohin riefen. Sie fanden dort einen reichen Tiſch, Karten und Würfel und alle Bequemlichkeiten, die ſich mit den Orten und Zeitläuften vertrugen. Obgleich wegen der Kargheit des Pabſtes Clemens in dieſem Heere großer Geldmangel herrſchte, und die Soldaten wegen des ausbleibenden Soldes darben mußten und ſich häufig empörten, hatten die Hauptleute doch Verſtand genug, die Sachen ſo einzurichten, daß wenigſtens ſie niemals weder Hunger noch Durſt zu leiden hatten, und hingegen immer noch eine gute Tafel bereit war.

Ueber dieſen Punkt der Kriegskunſt ſcheinen alſo große Feldherren einig geweſen zu ſein, ſowohl vor, als nach Erfindung des Pulvers, und der Prinz von Oranien, der in ſeinem jugendlichen Alter von ſieben und zwanzig Jahren einer der kühnſten und erfahren⸗ ſten war, den die Geſchichte erwähnt, blieb doch in dieſer Beziehung nicht gegen die andern zurück.

Die Villa Guicciardini, welche noch zu unſern Tagen in gutem Stand iſt, liegt an der Straße, die von der Ebene von Güullari nach St. Margherita a MWontici führt, beſteht aus zwei Gebäuden mit zwei Stockwerken, viereckig, oder vielmehr ſchiffsförmig ge⸗ baut, zwei ausgezackte Mauern verbinden ſie mit ein⸗ ander, und laſſen in der Mitte einen Raum, der zum Hof dient. An der Mauer gegen die Straße hin iſt