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„Aber was hat er denn verbrochen,“ wiederholte der Korporal ungeduldig. „Er hat einen gewiſſen Herrn umbringen wollen, Trojano oder Troilo, was weiß ich, der Name thut nichts zur Sache, er dient hier in der Leibwache des Prinzen. Dieſer Junker ſoll eine Schweſter des Bur⸗ ſchen entehrt haben, und um dieſe Schmach zu rächen, iſt er in Weiberkleidern bei Anbruch der Dämmerung ins Lager gekommen, hat ſich an einem abgelegenen Ort verborgen und von dort einen Knaben an den Ritter geſandt mit der Botſchaft: ein Mädchen wolle ein Stelldichein Der Schelm dachte, er ſolle keinen Argwohn ſchöpfen, und allein kommen. Troilo iſt zwar gekommen, aber hinter ihm in einiger Entfernung vier Soldaten. Kaum hatte er ſich der vermeintlichen Dame genähert, ſo ruft ihm dieſe zu:„vertheidige Dich, Verräther!“ und zuckt das Schwert gegen ihn. Der Junker hat kaum Zeit, den Degen zu ziehen und zwei oder drei Hiebe zu pariren; aber ſeine tapfern Leute liefen herbei, packten den Burſchen von hinten und hielten ihm die Arme feſt. So wurde er gebun⸗ den, und nun wird ihm der Meiſter dort die Kehle ein wenig zuſchnüren.“ 3
Der Korporal ſchüttelte den Kopf und zuckte die Achſeln, als wenn er ſagen wollte: das war auch etwas Rechtes! Dann ging er ſeinen Geſchäften nach.
Fanfulla verfiel in Nachdenken; denn es kam ihm vor,(ob er gleich keinen Namen hatte auffaſſen kön⸗ nen) als möchte dieſer Vorfall mit Liſa's Angelegenheit zuſammenhängen, und wirklich war der Beichtende am Fuße des Galgens kein Anderer, als der arme Bindo, 3 ſ0 eben als guter Chriſt auf die letzte Reiſe vor⸗ ereitete.


