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Gewirrs durch einander ſchreiender, ungewöhnlich aus⸗ ſehender Männer. Der ſchmutzige, unreine Boden war durch das viele Hin⸗ und Herziehen von Menſchen und Pferden zerſtampft, die Häuſer mit Kriegern gefüllt, die Mauern beſudelt und von Rauch geſchwätzt, die Kirche war in eine Schenke verwandelt, und die vielen Marketender, die mit ihren Brodkörben und Weinfäſ⸗ ſern auf dem Platze feil hatten, wählten dieſen Ort mit gutem Grunde, denn Galgen und Pranger waren eine vortreffliche Mahnung für diejenigen, die ſich zu Finte kommen laſſen konnten, das Zahlen zu ver⸗ geſſen.
Während Fanfulla ſich nach Jemand umſah, der ihm Troilo's Quartier zeigen könnte, vernahm er ein Gelächter unter den Umſtehenden und bemerkte, daß die Menge ſich nach dem Richtplatze hindrängte; auch ſah er eine Leiter anlehnen und einen Mann hinauf ſteigen, um die Seile zurecht zu richten. Neugierde trieb ihn, näher zu treten, und ließ ihn eine Frau er⸗ blicken, die nicht weit vom Galgen ſtand und die zum Tode verurtheilte Perſon zu ſein ſchien. Die Hände waren derſelben über den Rücken gebunden, während ſie einem Kapuziner knieend beichtete. Fanfulla wun⸗ derte ſich, daß ein Weib gehangen werden ſollte; aber
noch weit mehr bei der Bemerkung, daß die Scheide
eines Schwertes unter ihren Kleidern hervor ſah.
Eben als er im Begriffe war, nach dem Vergehen dieſes Weibes zu fragen, richtete ein Korporal, der ſich in die Nähe gedrängt hatte, an einen der zuſehen⸗ den Soldaten die Frage, warum dieſes Weib gehangen werden ſolle.
„Sagt vielmehr dieſer Burſche,“ erwieverte der Soldat lachend.„Es iſt ein ſonderbarer Fall geweſen; aber Fruga da war dabei. Er behauptet, den Jun⸗ gen und ſeine Familie zu kennen; denn er iſt aus Florenz, er iſt der Sohn eines Piagnonen, eines Sei⸗ denarbeiters.“


