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oder ein Narr, aber nach vielen Fragen und vielen Schwierigkeiten, nach einer Flut von Aber, von Wie und von Warum entſchloß er ſich, ihn eintreten zu laſſen und dem Bruder Benedetto von Faenza vorzu⸗ ſtellen. Als dieſer den Wunſch des ſonderbaren Bitt⸗ ſtellers anhörte, und ſein Kleid, ſeinen Wuchs und ſein Ausſehen betrachtete, konnte er nicht recht ins Klare kommen, ob er im Ernſt oder im Spaß redete.
Ohne eine beſtimmte Antwort zu geben, nahm er ſich einige Tage Bedenkzeit, um in denſelben ſeinen geiſtlichen Beruf zu prüfen. Nach deren Verlauf glaubte er den Zweifel, der ihm noch übrig blieb, beſeitigen zu müſſen, und entſchloß ſich, ihn als Laienbruder auf⸗ zunehmen.
Fanfulla legte ſeine ganze Rüſtung ab, zog das Gewand des heiligen Dominikus an, und legte ſich den Namen Bruder Giorgio von Lodi bei. In wenig Tagen lernte er ſo viel von ſeinem neuen Handwerk, daß er eine anſtändige Rolle im Chor und im Refer⸗ torium ſpielen konnte, und das Pferd, welches lange Zähne und eingefallene Augen zu bekommen anfing, lernte ebenfalls Säcke tragen und die Mühle im Garten drehen. Zur Zeit, in welcher wir ſeinen al⸗ ten Herrn als Meßdiener getroffen haben, waren ſchon zwei Jahre verfloſſen, ſeit beide das Leben im Lager mit dem im Kloſter vertauſcht hatten, und ſie waren mit ihrem neuen Stande zufrieden, mit dem einzigen Unterſchied, daß es nicht wohl glaublich iſt, daß dem Pferde die Zeiten wieder in den Sinn kamen, in welchem es unter einem Lanzenreiter lief, während ſie ſich im Gegentheil zuweilen noch ſehr lebhaft dem Gedächtniß des Reiters darſtellten.


