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In einem Augenblick waren Wachskerzen, die Todtenbahre, Trauerſchmuck und die Kaputzen, aufge⸗ funden. Halb wahnſinnig geworden, verließ die thö⸗ richte Schar mit dem armen Alten auf der Bahre Kirche und machte ſich gegen Banchi hin auf den
eg.
Nun hätteſt Du das ſeltſamſte Schauſpiel ſehen können; der Eine hatte ein Meßgewand verkehrt ange⸗ zogen, der Andere trug den Rauchmantel und unter demſelben den Degen umgürtet, den er mit der Spitze drei Spannen hoch über der Erde hielt, Fanfulla ging vor der Scheinleiche her mit einem Beſen, den er in einen Waſſereimer voll Wein tauchte, und wie einen Weihwedel gegen alle diejenigen, die ihm begegneten, gebrauchte, im Zuge ſah man Beſichter wie Gott ſie nicht alle Tag erſchafft: Frauen darunter, von teuf⸗ liſchem Ausſehen, häßlicher noch als die Männer. Man hörte einen Geſang, der mehr Geheul als Geſang war, womit der der Prieſter nachgeahmt werden ſollte; hier lachte, dort brüllte einer, dort ahmte einer irgend ein Thier nach, ein anderer pfiff, ein anderer blies auf einer leeren Flaſche, wieder ein anderer ſchlug Pfan⸗ nen und Küchengeſchirr an einander, mehrere ſangen Zotenlieder und alle Stimmen, von welchen dieſes Geſchrei ausging, durch Trinken und Brüllen rauh ge⸗ worden, ließen ſich in einem Gemiſch von deutſchen, ita⸗ liäniſchen und ſpaniſchen Worten und noch in andern Sprachen vernehmen, denn in dieſem Haufen gab es von jedem Volk und von jedem Menſchen⸗ alter.
Dieſes Gefindel machte ſo viele Stunden lang die Runde durch Rom unter großem Lärm und kehrte bei vorgerückter Nacht nach San Giovanni zurück. Als . Vahre niedergeſetzt hatten, ſagten ſie zum Car⸗ inal:
„Auf Herr, ſteht auf, wir wollen miteinander ſprechen.“


