Wie ſoll man es Euch denn ſagen? Auf deutſch? Fahr nur fort, fahr nur fort den Indianer zu ſpielen, Du wirſt daran denken. Es verſteht ſich ja ſchon, daß Du nicht Alles gibſt.(Er fuhr fort, indem er die Stimme dämpfte, daß die Andern es nicht hören ſollten.) Ein tauſend Seudi, Zechinen wird beſſer ſein.— Wie viel macht das aus! Das ſind faule Trunkenbolde vom erſten bis zum letzten. Seht dieſe Race von Schwei⸗ nen da gilt es verſtändig ſein... Ich bin allein und unter ſo vielen ein einziger, dem das Gehirn richtig iſt.— Laß Dich nicht martern, mein lieber Prieſter!
Das Geſpräch ging noch eine Weile in dieſem Ton fort, und endigte, wie es endigen mußte.
Der Greis verſicherte beſtändig, daß er Nichts habe, und es war die Wahrheit. Die Soldaten beſtärkten ſich in der Ueberzeugung, daß er Etwas habe und die Folge davon war der Beſchluß, ihn durch Martern zu zwingen, die verborgenen Schätze zu entdecken.
Der gute Wille Fanfulla's wurde unmächtig gegen die Zahl. Als er wirklich einſah, daß die Sache ſei⸗ nes Schützlings hoffnungslos ſei, ſprang er von Neuem in vie Mitte, warf ſich in die Bruſt und brüllte wie ein Begeiſterter:
„Auf, Jungen, alle ſtill und hört zu, wenn euch das zuſagt. Wir wollen ihn auf eine Todtenbahre legen und einen Leichenzug durch Rom mit ihm anſtel⸗ len mit Wachskerzen; wer weiß, wenn er merkt, daß es da hinaus will und einſieht, was es heißen will, in die andere Welt zu reiſen, wird ihm die Grille aus dem Kopfe gehen.“
Man hörte ein Geſchrei von ſtreitenden Stimmen, die zuſammen den Vorſchlag billigten, beſpotteten oder zurückwieſen. Endlich aber beſchloß die Mehrzahl, in der Hoffnung, Stoff zum Lachen zu finden, und von der Sonderbarkeit des Gedankens gelockt, daß er ausge⸗ führt werden ſolle.


