32
In dieſem kritiſchen Augenblick befand er ſich zum Glück des gefangenen Alten im letztern Zuſtand. Er ſtieß den Soldaten mit ſolcher Gewalt zurück, daß er faſt die Füße in die Luft ſtreckte und fing an zu ſchreien:„So geht man nicht um mit ehrbaren Leuten... So ſchändet man nicht das Fleiſch von Chriſten! Ihr abtrünniges Hundevolk! Ja Hunde, Hunde ſeid ihr, tauſendmal Hunde Glaubet Ihr, 1 ich hätte Furcht, weil Ihr ſo viel ſeid? Ich hatte euch 35 auch in zehn Jahren, eh ihr geboren ward.(Der Leſer bemerke, daß die ſonderbaren Verwandlungen, welche die Worte Fanfulla's durch lallende Ausſprache erfuhren, 8 ſich durch die Orthographie nicht wohl bezeichnen laſſen, * daher möge ſeine Phantaſie dieſen Mangel ergänzen.) 1 Sieh doch, wie man ihm mitgeſpielt hat.. Und ſie ſchämen ſich gar nicht die Räuber.. armer Alter... aber keine Frucht haben..,(und hiebei warf er ſich mit dem ganzen Körper auf ihn und küßte und um⸗ 1 armte ihn). Keine Furcht haben.... Da iſt Dein Freund Fanfulla! Du wirſt ſehen, was das zu bedeu⸗ 3 ten hat. Das ſind Leute ohne Glauben.. lutheriſche, in Bann gerathene, die thun das Schlimmſte, was ſie können. Was kannſt Du von ihnen hoffen?“ „Und was kannſt Du hoffen, Stück von einem Eſel,“ ſchrie einer von den Raſenden, Geld von einem Eardinal zu entlocken, ohne den Strick, ohne das Fe 3 .„Bei der Biſchofsweihe, die ich empfangen habe,“ ſagte der alte Cardinal, indem er die fleiſchloſen und zitternden Hände gegen ſeine Verfolger ausſtreckte, „ſchwöre ich euch, daß ich nichts Anderes habe, weder Gold noch Silber, Nichts, Nichts, ihr habt Alles genommen.“ „Das mache Tölpeln weiß,“ ſagte einer von denen, die ihn hergeführt hatten, indem er ein Bün⸗ del in den Kreis warf, ſo daß es aufging und einige heilige Gefäſſe, einen Becher mit einem ſilbernen Becken
——


