Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn. (1845)
Entstehung
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Alles zu Almoſen her, weßhalb die Soldaten, welche nicht zu glauben vermochten, ein Cardinal könne arm ſein, für gewiß annahmen, daß er den größern Schatz nicht entdecken wolle und ſein Gut mehr als ſein Le⸗ ben liebe. Zuerſt verſuchten ſie ihn zu ſchrecken, bald aber gingen ſie von Worten zu Schlägen über, riſſen ihm die Kleider vom Leibe, ſtießen ihn mit den Grif⸗ fen ihrer Schwerter und Dolche, und als ſie ſahen, daß Alles vergeblich war, ſchleppten ſie ihn nach San Giovanni, um zu überlegen, auf welche Art man ihn martern wolle.

Das Gebrüll und der Lärmen wuchſen, wo mög⸗ lich, bei der Erſcheinung dieſes neuen Haufens, wel⸗ cher vor dem Faß ſtehen blieb, auf welchem ſich der Mann mit der Pfeife befand. Dieſer fing an, den Richter zu ſpielen und den armen Greis auszufragen, der, beim Anblick ſo abſcheulicher Entweihung, die eigene Gefahr vergaß, und ſeine Augen mit den Hän⸗ den bedeckend, in einen Thränenſtrom ausbrach.

Man machte aber nicht viel Worte und war daran, zu Thätlichkeiten zu ſchreiten. Schon ergriff ein lutheriſcher Soldat, von denen, die in Italien mit Georg von Frondsberg eingedrungen waren, ein glühendes Eiſen, um die Marter zu beginnen, als eine Hand, die ihm wie eine Zange vorkam, ihn bei der Pulsäder des rechten Arms packte und das Eiſem ihm zu Füßen fiel.

Es war die Hand des Fanfulla. Die Trunken⸗ heit hatte bei dieſem zwei Grade: im erſten war er vergnügt, munter, gleich bei der Hand, voll Geläch⸗ ter und Narrheiten, ſo lang der Wein noch nicht in zu großem Ueberfluß genoſſen war; wenn er dann zu trinken fortfuhr, gerieth er in den zweiten und dann wurde er betrübt, ganz zärtlich, ganz widerwärtig, er umarmte und küßte, wer ihm in die Nähe kam, ſo daß es ein Wunder ſchien, wenn er ihn nicht er⸗ droſſelte.