Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn. (1845)
Entstehung
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das Barett des Domherrn, ſetzte es dem auf den Kopf, der ihm am nächſten ſaß, und ſagte zu ihm:

Zu trinken!

Erſt mußt Du uns erzählen, wo Du dieſe drei Tage über geweſen biſt.

Bei den dreißigtauſend paar Teufeln, die euch holen ſollten, ſo viel ihr da ſeid. Zu trinken!

Um den Leſer mit dieſem Geſchwätz nicht zu ſehr zu ermüden, wollen wir ſagen, daß er nach dem Trunke(und Gott weiß, ob es auf einen Getauften regnete) ſo gut er konnte, mit dicker Zunge und un⸗ ſicherer Ausſprache ſeine Abenteuer mit dem Domherrn erzählte. Jedesmal am Schluſſe eines Satzes ſeiner Geſchichte, da wo der Schreiber einen Punkt machen würde, ſetzte der Erzähler ein Glas Wein und die Sätze waren gegen den Gebrauch der Fünfhundert kurze und viele.

Kurz darauf erſchien in der Kirche, von unge⸗ fähr zwanzig dieſer Straßenräuber herbeigeſchleppt, ein armer unglücklicher Greis, den ſie ſo zu ſagen aus⸗ gegraben hatten, indem er aus ſeinem Verſteck in der Tiefe eines Kellers gezogen worden war. Er ſchien ungefähr ſiebenzig Jahre alt zu ſein, zitternd, gekrümmt, im bloßen Hemde, welches ihm bis ans Knie ging, und fleiſchloſe Schenkel, Knochen, die an den Gelen⸗ ken hervorſtanden, abgezehrte Beine, welche an den Knöcheln durch das Alter angeſchwollen waren, ſehen ließ. Er hatte noch einen rothen, zerriſſenen und herabhängenden Strumpf, der einzige Ueberreſt des Purpurs. Dieſer ſo unwürdig behandelte Mann war ein Cardinal, menſchenfreundlich, ohne Hochmuth, von engelhaftem Gemüthe, kurz: ein heiliger Mann.

Als er ſich entdeckt ſah, überließ er den Soldaten das wenige, das er hatte retten können, indem er es in eiliger Haſt in ein Verſteck trug, während ſchon durch Rom das Gerücht ging, daß die Mauern über⸗ ſtiegen ſeien. Der Schatz war klein, denn er gab