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Gerippe geworden war. Auf den Gipfeln der Mauern, welche aufrecht geblieben waren, ſah man noch rau⸗ chende Balken auseinandergeriſſen und hervorragend liegen; auf Bergen von Truͤmmern, von Schutt, von Brettern und zerbrochenen und braungeröſteten Ge⸗ räthen lagen verſtümmelte Leichname, von welchen viele alles menſchliche Ausſehen verloren hatten und aus den Trümmen hervor den Arm, den Fuß oder den Kopf ſtreckten. Alles war endlich mit Blut beſpritzt, ſchmutzig und mit aller Art Unrath befleckt. Weiter hin fiel mit krachendem Praſſeln der An⸗ geln die Thüre eines Palaſtes nieder, der Haufen der Plunderer drängte ſich brüllend in das Innere, in ei⸗ nem Augenblick war von den Kellern bis an das Dach alles mit dieſen Räubern angefüllt, aus den ſammt
den Rahmen ausgeriſſenen Fenſtern regneten auf die
Straße herab durcheinander Schränke, Stühle, Tiſche, Gemälde, Gefäße, eherne Urnen, ſeidene Bettdecken, Hausrath von jeder Gattung; unter denen, welche auf der Straße die Beute erwarteten, ſah man manchen, welcher verſtümmelt oder übel zugerichtet wurde durch irgend ein Stück Geräthe, das ihm unverſehens auf den Rücken ſtürzte, andere ſtrebten wüthend nach der gleichen Beute, zogen die Schwer⸗ ter, verwundeten ſich und dann kam ein neuer Haufen herbei, der ſie ihnen aus der Hand riß und damit da⸗ von floh. Zeuge, Kleider von großem Werth blieben an den Geſimſen, an den Gittern hängen, wo ſie theils
wegen des Ueberfluſſes der Beute, theils unbeachtet lie⸗
gen blieben, bis ſie mit den Spitzen der Partiſanen und Piken heruntergeholt wurden. Auf einmal erhob ſich ein allgemeines ſtärkeres Gebrülle, alle wendeten das Geſicht, alle öffneten den Mund: Wo? was? was gibt es?— Sieh dort, dort, dort oben— Alle ſahen in die Höhe. An einem Fenſter befand ſich ent⸗ weder aufrecht, oder auf den Knieen, oder halb heraus
hängend irgend eine alte, eine ehrbare Frau, blaß,


