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verlaſſen, wie eine Trödelwaare, welche entweder um Mitleid flehte, oder ein Geſchrei ausſtieß. Der Haufe verlangte ſogleich nach ihr.— Herunter, herunter, zu uns, komm. Man gab ihr einen Stoß, ſie kam auf die Erde, unter Gelächter und Lebehochrufen und blieb zerſchmettert auf dem Pflaſter liegen oder in der Luft hängen, auf den Spitzen der Piken. Wenn alles verwüſtet war, wurde Feuer angelegt, um falls die Hausbewohner ſich verborgen hatten, dieſe hervorzu⸗ treiben.
Wurden dieſe zuweilen ohne ein ſolches Mittel in Schlupfwinkeln, in Kaminen, in Kellern, an geheimen Orten, in Abzugsgräben entdeckt: ſo wurden ſie mit Gewalt herausgezogen und ſahen das Licht der Sonne nur wieder, um herumgeſtoßen und mißhandelt, ganz betäubt in dieſe Geſichter zu blicken, welche von Wuth, von der Trunkenheit und von der Luſt, würgen, zer⸗ ſtören, ſchänden zu können, erglühten, und halb wahn⸗ ſinnig zu werden beim Anblick der Dolche, die ihnen jeden Augenblick unter die Augen glänzten, der Seile, der glühenden Stahlplatten, die bereit gemacht wur⸗ den, ſie zu martern, der geſchändeten und dann ver⸗ ſpotteten Mädchen, der Frauen, die man, wenn ſie alt oder häßlich waren, von Leitern herabfallen, oder unter dem Stock ſterben ließ, und der Jünglinge, die man ſo ſehr entehrt hatte, daß ihre unglücklichen El⸗ tern beklagten, ſie noch am Leben zu ſehn.
In den Kirchen wurden die Heiligenbilder zer⸗ brochen und zerlrümmert, Gemälde und Altarblätter beſudelt und zerriſſen, heilige Gefäße und Geräthe in Stücke zerſchlagen, um ſie leichter zu vertheilen. Als die Zerſtörung vollendet und Nichts mehr zu thun übrig war, wurden ſie die Wohnung der Soldaten, die ſich dort einquartirten und die Ställe der Mauleſel und Pferde, denen die Altäre zur Krippe dienen mußten.
Bänke und Beichtſtühle brannten, in Stücke zer⸗ ſchlagen, in einem Winkel unter Keſſeln und mit Fleiſch


