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völlig erobert hatte, gleich den andern Leuten aus der Schar des Herrn Prospero Colonna, zu der er ge⸗ hörte, ſeinen Antheil an der Beute der Beſiegten er⸗ halten und verwandelte ſie in größter Eile in zwei⸗ hundert ſchöne Ducaten in Gold.
Am letzten Tag des erſten Monats, den er in Neapel zubrachte, nachdem er dieſe Summe erhalten, mußte er ſich von dem letzten dieſer Ducaten trennen, weicher in die Börſe derjenigen wanderte, die das Landsknecht mit beſſerem Glück oder größerer Schlau⸗ heit als er ſpielten, um den andern hundertneunund⸗ neunzig Geſellſchaft zu leiſten.
Er hätte zwar noch ein ſehr gutes Pferd und eine ſehr gute Rüſtung zu verkaufen oder zu verſetzen ge⸗ habt und ſich ſo auf eine andere Weiſe leichter machen können, aber er hatte doch Verſtand genug zu merken,
daß es gerade geweſen wäre, wie wenn ein Blinder die Geige verkaufen würde, die ihm Unterhalt ver⸗
ſchafft.
Er zog ſich zurück und tröſtete ſich mit den Wor⸗ ten:„Ich habe mich wenigſtens ſo bekannt gemacht, daß ich, wohin ich mich wende, Brod finde.“
Herr Prospero hatte ihn nicht mehr in ſeiner Schar haben wollen, wegen eines gewiſſen Streits, in den er mit einigen Kameraden gerathen, in welchem er Unrecht gehabt und ſich nach ſeiner Art mit Schlä⸗ gen Recht verſchafft hatte.
Deſſen ungeachtet begab er ſich, als er ſich auf dem Trockenen ſah, zu demſelben in den Palaſt Gra⸗ vina auf dem Platze, wo man heutzutage den Brunnen von Montaliveto ſieht, ohne ſich darum zu bekümmern, daß er ein Vorzimmer, welches eben mit dieſen ſeinen Gegnern angefüllt war, durchſchreiten mußte, und als er ſich Prospero gegenüber befand, ſagte er: er komme um nichts Anderes zu bitten, als um ein ſchriftliches
Zeugniß, wie er bei dem Kampf bei Barletta geſtrit⸗
ten habe, und dann wöchte er die Gefälligkeit haben,


