Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn. (1845)
Entstehung
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und den Bruſtharniſch, welches in der damaligen Zeit, wie man geſtehen muß, die florentiniſche Jugend ſich nicht nehmen ließ. Der jüngſte hieß Bindo und war ein ſchöner Junge von vierzehn Jahren, aber dem Bau, ſeinem Wuchs nach hätte man ihm wenigſtens achtzehn geben können. Er hatte kein Panzerhemd än, noch, wie ſeine Brüder, ein Schwert an der Seite.

Der ſchöne Bau ſeiner vollkommen regelmäßigen Glieder, die braune und kräftige Farbe ſeines Fleiſches, die ſchwarzen beweglichen lebendigen Augen, in wel⸗ chem der Stolz ſeines Vaters lag, gemäßigt durch die Anmuth ſeiner Jugend, erregten den Gedanken, daß

ihm ein Schwert an der Seite und ein Harniſch auf

der Bruſt gut ſtehen würden; aber beſonders das Broße Herz und die beſondere Kühnheit, die er von Kindheit an gezeigt hatte, machten ihn würdig, von nun an die Waffen ebenfalls zur Vertheidigung des Vaterlands zu tragen.

Niccolo fand ſich Zug für Zug in dieſem ſeinem Sohn wieder, ſowohl in den Formen des Körpers, als in den Gaben des Geiſtes, deshalb liebte er ihn, obgleich er dieſes weder zeigen, noch zugeben mochte, zärtlicher als die andern..

Dieſe Zärtlichkeit hatte ihn bis jetzt gehindert, den Bitten Bindo's nachzugeben, der ſich ſehnte, mit den andern florentiniſchen Jünglingen zu kämpfen.

Niccolo ſagte oft zu ihm: Du wäreſt mir ein ſchöner Soldat mit vierzehn Jahren.... Du biſt ein Kind, Bindo, laß die ältern vorangehen, nur zu bald. wird auch Deine Zeit kommen. Endlich hatte er ihm, um ihn zu beruhigen, ver⸗ ſprochen, daß ſo bald einer von ſeinen Brüdern getöd⸗ tet ſein würde, er ihm erlauben wolle, die Waffen an deſſen Stelle zu ergreifen. Die Zeit, dieſes Verſprechen zu halten, war gekommen und Niccolo war nicht der Mann, der es gebrochen hätte.

Bevor er am Morgen mit ihm aus dem Hauſe