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Zwei Jahre vor dem Zeitpunkt dieſer Geſchichte,
als durch den Abzug des Cardinal von Cortona und des Ippolhta und Alexandra von Medici Florenz zur
Volksherrſchaft zurückkehrte, hatte er ſich mit Niccolo Capponi und Filippo Strozzi vereinigt, die Stadt zu retten, welche, zwiſchen ſo verſchiedenen Meinungen und ſo vielen verſchiedenen Parteien ſchwankend, in Gefahr war. Er war einer von den Zehnherrn der Freiheit und des Friedens geweſen, aber mehr, als auf obrigkeitliche Aemter, gründete ſich ſein Anſehen auf das Vertrauen, das die Menge in ihn ſetzte.
Man fing an, von einer Belagerung zu flüſtern, aber Niccolo auf die berühmte Weiſſagung des Bruders Girolamo:„Florentia flagellabitur et post Flagella renovabitur“ bauend, hielt immer zu der Partei, welche jeden Vertrag mit den Medici zurückwies, und bemühte ſich ſoviel in ſeiner Macht ſtand, das Volk zur Ver⸗ theidigung zu reizen.
Unter Anführung des Filibert von Chalons, Prinzen von Oranien, erſchien ein feindliches Heer, welches unterhalb der Hügel, welche eine halbe Tagreiſe von Florenz entfernt find, am 24. Oktober 1529 ein Lager ſchlug, und Niccolo hatte in den wenigen Tagen, welche ſeit Anfang der Belagerung verſtrichen waren, ſchon der Leichenfeier eines ſeiner Söhne beigewohnt, welcher unter den Mauern kämpfend, gefallen war. Nun befand er ſich bei der Beſtattung des zweiten mit hoher Stirne, heiterem Geſicht und ganz Gott ergebe⸗ nem Gemüthe, welchem er nicht allein das Leben die⸗ ſer ſeiner beiden Söhne, die er für Märtyrer hielt, willig darbrachte, ſondern auch das der⸗andern noch lebenden und ſein eigenes gern geopfert hätte, wenn er nur Florenz dadurch hätte retten können.
Von Frau Fiore, ſeiner Gattin, welche wenige Jahre vorher geſtorben war, hatte er fünf Söhne und
zwei Töchter gehabtz die drei lebenden Söhne waren beiihm an der Bahre, zwei von ihnen trugen das Panzerhemd


