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des Volkes beſſern könnte. Man höre auf, die Unſchuld, weil ſie arm iſt, zu verfolgen; man laſſe den armen Handwerker, den ehrbaren Taglöhner nicht ohne Un⸗ terſtützung: man beſchütze Ackerbau und Handel, und er⸗ leichtere die darauf laſtenden Abgaben; man belohne Ver⸗ dienſt und Tugend; auf dieſe Art, wir ſind es feſt über⸗ zeugt, werden Armuth und Elend, die ergiebigſten Quellen des Laſters, Verbrechens und Selbſtmords, verſchwinden.
Wir haben nicht unterlaſſen, die Reichen und Ver⸗ möglichen auf das Verdienſt aufmerkſam zu machen, das ſie ſich durch Beförderung und Errichtung von Geſellſchaften zur Erreichung gemeinnütziger Zwecke erwerben könnten. Wir wollen uns nicht der eiteln Selbſtzufriedenheit ſchuldig machen, als ob uns der neu erwachte Aſſociationstrieb, welcher ſeit kurzem in der Errichtung von vielen gemeinnützigen Geſellſchaften ſich kund gibt, zugeſchrieben werden dürfe; das aber dürfen wir ohne Uebertreibung behaupten, daß wir zu⸗ erſt öffentlich auf die Wege und Mittel hinwieſen, durch welche die Wohlfahrt des ſpaniſchen Volkes am ſicher⸗ ſten befördert werden könnte.
Außer jenen Verbindungen und Geſellſchaften, de⸗ ren wir früher ſchon Erwähnung gethan haben, können wir jetzt noch mehrere nach Namen und Zweck kurz an⸗ führen:
Die Hoffnung, eine Aktiengeſellſchaft, welche die Vervollkommnung der ſpaniſchen Induſtrie ſich zum Zweck ſetzt und über bedeutende Mittel gebietet, die theils zur Anlegung von neuen Fabriken unter eigener Verwaltung, theils zur Unterſtützung anderer Etabliſſe⸗ ments verwendet werden.
Die Wohlfahrt. Ein Verein für Hebung des Ackerbaues, Einführung von Wieſenbewäſſerung, Durch⸗ führung von Kanalbauten u. ſ. w. Auch hier werden die Mittel theils zum Erwerb und Anbau bisher öde liegender Ländereien, theils zur Unterſtützung thätiger Landwirthe verwendet.


