Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Durch das Aufſpringen Martin's und das Ge⸗ räuſch, welches dieſer dadurch verurſachte, wurde der Vagabonde eingeſchüchtert und in die Flucht getrieben.

Martin war zum zweiten Male ein Retter in der Noth geworden, und hatte auf ſolche Weiſe ſein Lieschen wieder gefunden!

Die Gedanken, welche ſich Beiden den Tag über unaufhörlich aufgedrängt hatten, die Bilder, welche ihnen aus früherer Zeit mit den friſcheſten Farben vor die Seele getreten waren, ſie dienten nur dazu, um das Paar ſchnell wieder zu verſöhnen und zu vereinigen.

Martin gab ſeinem Lieschen einen langen herz⸗ lichen Kuß; ſie ſtanden lange, lange in der ver⸗ ödeten Gegend einer volkreichen Stadt, ohne ein Wort zu ſprechen und ſagten ſich damit doch Alles. Dann nahm der Blouſenmann freudig wie vormals die Harfe, erzählte und fragte abwechſelnd und ſchritt mit ſeinem Liebchen, dem das Herz ge⸗ waltig klopfte, die Muſe läßt es unentſchieden, ob noch vor Furcht oder vor Freude rüſtig, als läge kein mühevoller Tag hinter ihnen, nach dem Weſtende der Stadt, zu Lieschens Wohnung.

Das Schickſal wollte es, daß der Quartiersmann des Patriciers, am folgenden Morgen ſchon ſehr früh denſelben Weg kam und ein Taſchenbuch fand. Er kannte es, es war das Taſchenbuch ſeines Kaufherrn, welches er oft geſehen, ja zur Beſorgung von Wechſeln ſelbſt in Händen gehabt hatte.