Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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und verbrannt war und außerdem durch ſein mattes hinfälliges Weſen bezeugte, daß er kühn und wacker gearbeitet hatte was, alſo, rief er, iſt das auch ſo ein Mordbrenner? Leute, was wollt ihr den noch lange einſtecken, richten und verurtheilen laſſen! Erſparet Euch und Andern die Mühe! Ich hab' wohl noch ſo viel Kräfte, einen alten, reudigen Hund todt zu ſchlagen! Damit ſchwang er ſeine große blanke Axt und ſchlug den Spaniolen grade vor die Stirne, daß dieſer, ohne auch nur einen Laut von ſich zu geben, todt liegen blieb.

Grade in dieſem Moment hob Lieschen ihre Augen auf und ſank ohnmächtig wieder in die Arme ihres Führers und des andern jungen Mädchens zurück.

Wir wollen hier in unſerer Geſchichte eine kurze Pauſe eintreten laſſen und das Schickſal der kleinen Harfeniſtin erſt wieder aufnehmen, wo das rieſige Feuer erloſchen iſt und ein unendlicher Trümmer⸗ haufen die Brandſtätte bedeckt.

Die Stümpfe und Rümpfe der Thürme, die ruinenmäßig gebrochenen und geborſtenen Mauern mit ihren hohlen Fenſteröffnungen ſchauen ernſt und melancholiſch aus den öden, verkalkten und be⸗ ſtäubten Steinmaſſen hervor.

Hie und da ſind die Straßen vom hineingeſtürzten Schutt befreit und die Paſſage iſt wenigſtens nach den Hauptrichtungen wiederhergeſtellt.

Kellergewölbe, deren Eingänge halb verſchüttet ſind, gleichen den Räuberhöhlen unter hundertjährigen Ruinen, in denen böſe Menſchen und wilde Thiere am Tage ihre Zuflucht ſuchen, um in der Nacht auf Raub und Beute daraus hervorzugehen.

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