funfzig Mal den Frühling haben kommen und ſcheiden geſehen. Vielleicht iſt die Schöne auch noch einige Jahre älter, doch läßt ſie es ſich nicht merken und thut wie eine andere von zwanzig Jahren.
Jetzt ſpringt dieſes Mädchen plötzlich auf, drängt ſich ohne Rückſicht bei dem ſchmalen Kreiſe der Tanzenden vorbei, theilt gelegentlich einige Püffe und Rippenſtöße aus und ſtreicht mit der einen Hand einem verſchämten jungen Bauerburſchen, der neugierig gafft, die Wange, während ſie mit der andern Hand aus dem Gedränge eine kleine, verwachſene Geſtalt hervorzieht, die ſich mühſam hindurcharbeitet und oft kaum auf den Füßen erhält.
— Tretet mein Kind nicht, ihr Jungens, ruft ſie und droht mit der Fauſt.
— Komm, mein Kleiner, ſagt ſie dann zu dem verwachſenen Kobold, es iſt mir lieb daß Du ein⸗ mal wieder da biſt, Du ſollſt mir etwas von der Welt erzählen. Ach, mein Junge, ſagt ſie, wenn Du wüßteſt, wie viel Deine Mutter noch immer von Dir hält. Doch was nützt mir das Reden, ich will es Dir beweiſen, Du ſollſt heute ſo viel Grog und Punſch haben, als Du nur magſt. Ich laſſe anſchreiben, ich will auch mal einen zärt⸗ lichen Abend haben. Was gehen mich die Freiers


