der freilich etwas heller war als jene Paſſage, aber mit ſeinen beräucherten und halb verfallenen d Häuſern, die es nach dem Anſehen kaum in Ham⸗- burg geben zu können ſchien, einen ſehr traurigen d und widrigen Anblick darbot. Es wohnten hier X einige der ärmſten Juden und Judenfamilien;— jene gingen am Tage in Regen und Kälte auf 8 den Straßen umher und riefen mit keuchender, d ſchnarrender Stimme ihr„Handle!“ vor ſich hin. 4 Dieſe hatten gleichſam eine Pracherherberge ſi. 5 jüngere Juden beiderlei Geſchlechts, die hier auf— einer Art Bodenraum, auf5 vermulſchtem, übelriechen⸗ N dem Stroh bunt durcheinander lagen. Am Morgen, wenn die gemiſchte, ſchlottrige, ſchmutzige Einquartirung ſich erhob und aus der Thüre der ſogenannten Sahltreppe hervorkroch, konnte man hier die ſchauerlich mitleidswürdigſten Proſpecte haben. Zwiſchen dem jungen Volk, 2 das nun auf die„Judenbörſe“ ging, um ein„Ge⸗ ſchäftge“ zu machen oder irgend einem Käufer und Verkäufer als Mäkler und Anrufer zu dienen, konnte man alte verwittwete, verrunzelte und verkrümmte Weiber mit rothen, triefenden Augen und einem braunſchmutzigen Lappen um den Kopf, umher⸗ kriechen ſehen, die unmöglich dem Geſchlecht einer med iceiſchen Venus angehören zu können ſchienen.+
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