Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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* Friedrich Jakobs hat in einer Erzählung einmal die Bemerkung gemacht, daß bei vertauſchten Kleidern der beiden Geſchlechter, ein ſelbſt häßlicher Mann in Frauentracht immer noch anſehnlich, aber

ein hiäßliches Weib in dieſer Metamorphoſe

ſchauderhaft iſt.

CEs giebt nichts Widerlicheres und Abſtoßenderes

als eine zuſammengeſchrumpfte, gewöhnlich kleine

alte Jüdin mit gelben, haarigen Runzeln und trie⸗ fenden, zugekniffenen Augen im Schmutze des Elends. In dem Hofe, welchen wir bezeichneten, konnte

X man ſolche Geſtalten aus einer unheimlichen Welt

2N vorüber kriechen ſehen.

8 Wer von den Leſern möchte Muth genug haben,

auf der engen, ruſſigen, in allen Winkeln mit Unrath

überladenen Treppe in den oberen Raum zu folgen,

X. wo Mulſchſtroh, ſtinkende Lumpen, zerbrochene, die

8* Atmoſphäre verpeſtende Töpfe und Geräthe, zer⸗

8 brochene Stühle, ganze Berge alter, verſchimmelter

Hüte und ähnliche Schätze jüdiſcher Induſtrie und

Gleichgültigkeit oder Zufriedenheit durcheinander

8 ſtehen und liegen. △̈ Das grüne, mit Spinnweben und Staub reichlich

onene Fenſter gewährt nur ein ſehr armſeliges

Nicht, denn von den ſechs darin befindlichen kleinen Scheiben ſind nur zwei mehr ganz, die ffnungen,

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