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Erzählungen und belehrende Unterhaltungen aus der Länder- und Völkerkunde, aus der Naturgeschichte, Physik und Technologie : ein Geschenk für die Jugend / von Leopold Chimani
Entstehung
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Waſſer. So bald er den Boden erreicht, laͤßt er die Stricke los, haͤngt ſich das Netz um den Hals, und füllt es mit ſo vielen Muſcheln an, als in der Zeit möglich iſt, die er, ohne Athem zu holen, unter dem Waſſer zubringen kann, welches gewöhnlich zwey Minuten iſt. Die Taͤucher ſind ſelten, welche ſteben Minuten unter dem Waſſer aushalten koͤnnen. Keiner iſt aber im Stande, länger unter dem Waſſer zu bleiben. Wenn der Athen ihm ausgeht, ſo ergreift er den Strick wieder, zieht daran, um ſeinen Gefährten im Bothe Nachricht zu geben, die ihn ſo gleich und ſchnell beraufziehen.

Dieſe kurze Waſſerreiſe, und die dabey aus⸗ geſtandene Angſt greift den Taucher ſo an, daß er, ſo bald er das Both erreicht, eine Menge Waſſer, und wohl auch Blut von ſich gibt, ohn⸗ maͤchtig niederſinkt, und in einem todtenaͤhnlichen Schlaf verfaͤllt. Dieſes hält aber die anderu nicht ab, ſich auf gleiche Weiſe in das Meer zu ver⸗ fenken, und gewöhnlich machen fünf zugleich die Reiſe. Jeder Taucher bringt etwa 100 Muſcheln mit, und kann, wenn er Kraͤfte dazu hat, die Reiſe taͤglich vierzig bis ſuͤnfzig Mahl machen, ſo daß jedes Both täglich bey 40,000 Muſcheln einbringt. Die groͤßte Geſahr, der ſich der Tau⸗ cher ausſetzt, iſt, von einem Hayfiſche verſchlun⸗

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