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Erzählungen und belehrende Unterhaltungen aus der Länder- und Völkerkunde, aus der Naturgeschichte, Physik und Technologie : ein Geschenk für die Jugend / von Leopold Chimani
Entstehung
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ars an, und dauert bis in den Aprill, da die Winde dieſem Gewerbe ein Ende machen. Von dieſer ausgemeſſenen Zeit geht ungefähr die Haͤlf⸗ te wegen Stuͤrme, welche ſie auszulaufen verhin⸗ dern, und durch Feyertage verloren, ſo daß ge⸗ woͤhnlich im ganzen Jahre nur dreyßig Tage dort gefiſcht wird.

Auch darf man an derſelben Bank nicht länger als drey Jahre nach einander fiſchen; alsdann muß man ſie einige Jahre ruhen laſſen, bis die Muſcheln wieder zu jhrer gehoͤrigen Groͤße heran⸗ gewachſen ſind. Um zehn Uhr Abends, nachdem durch eine Kanone das Signal gegehen iſt, ſegeln dort die Bothe von der Kuͤſte ab, und erreichen gegen

Morgen die Muſchelbank. Mit Sonnenaufgang

fängt die Fiſcherey an, und wird bis Mittag, da ſich der Wind aus der See erhebt, auf folgende Art verrichtet:

Jedes Both fuͤhrt 21 Menſchen, näͤhmlich 16 Taucher, 10 Ruderer, einen Steuermann. Am Both ſind zwey Stricke befeſtiget, wo einer das Netz, der andere vermittelſt eines haarenen Sei⸗ les einen etwa 30 Pfund ſchweren Stein häͤlt. Der Taucher faßt das Netz und das Seil, woran der Stein befeſtiget iſt(um deſto ſchneller zu ſinken) mit den Zehen ſeiner beyden Fuͤße, ergreift mit einer Hand beyde Stricke, haͤlt mit der andern die Naſenloͤcher zu, und ſtürzt ſich ſo in das