be Stunde mehr und der Knabe war da, d ſehn Sie doch den Engel in ſeiner Wiege!
Lippold erſchrak ſo heftig, daß er kaum ſeiner Sinne maͤchtig war, doch ein Blick auf das Gefaͤhrliche, was mit einem offnen Ge⸗ ſtaͤndniß verknuͤpft ſei, hieß ihn ſchweigen, ſo ſchwer es ihm wurde, da er Wahrheit uͤber alles liebte. Er beſorgte mit Recht, Bianka's Gemahl werde fuͤr ihre Geſundheit, nachdem ſie ein ſo originelles Pulver verſchluckt, toͤdtlich bange ſeyn, und die arme Antonina, die durch eine gluͤckliche Schickung in dies Haus gekom⸗ men, ſchimpflich davon ſenden. Dunkel ahnete ihm, die Freundſchaft des reichen, hohen Paa⸗ res koͤnne Meſſer Marco wohlthaͤtig werden, und unbeſorgt um den Einfluß des Sandes, den ſelbſt zarte Taͤubchen aufpicken, beſchloß er, wenigſtens vor der Hand zu ſchweigen.
Ei, Bravo, Bravo! erſcholl's auf der Treppe, Lippold erkannte, nicht ohne Schrek⸗ ken, Meſſer Antonio's gewaltige Stimme. Dieſer war, des bedenklichen Zuſtandes ſeiner Goͤn⸗


