nerin wegen, zwei volle Stunden fruͤher, als gewoͤhnlich, aufgeſtanden. Bianka erwachte von dem Laͤrm, den der gluͤckwuͤnſchende Arzt er⸗ hob; Lippold bebte, in Todesangſt, wegen der bevorſtehenden Entdeckung ſeines Heilmittels.
Bravo, Herr Famulus, rief Meſſer Anto⸗ nio eintretend, das war ein ſtarkes Stuͤck! das iſt herrlich gelungen, man iſt nun geborgen, und ich waͤnſche Gluͤck! Man vergeſſe aber nicht, was man demjenigen ſchuldig iſt, dem man ſo hohe Einſichten dankt! Ja, Hoͤchſtver⸗ ehrte, fuhr er mit Pathos fort, ſehn Sie in dieſem ſeltnen jungen Deutſchen, ich ſage es mit Stolz, mein Werk! Ich habe ihn mit der lautern Milch des reinen Wiſſens getraͤnkt, nach mir hat er ſich gebildet und in Wahr⸗ heit! der Schuͤler ſteht heut' neben dem Mei⸗ ſter! j
Mit dieſen Worten ergriff Meſſer Antonio das Papier, worauf das Recept geſchrieben ſtand, Lippold bebte und bangte; ſtill uͤberlas der alte Prahler, und mehr als einmahl das


