Teil eines Werkes 
1. Th. (1822)
Entstehung
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ſcheiden, das jammernd vor der Pforte ſtand. Was giebt's? Wer iſt's? rief Lippold hin⸗ unter. Alle Heiltgen ſeyn geprieſen, es iſt leane Stimme! rief Antonina, o, Meiſter Lippold, um Gottes Willen, kommt auf der Stelle zu Huͤlfe, meine Kranke, die ſchoͤne Frau Bianka, ſtirbt. Und, was ruft ihr mich? fragte Lippold verwundert. Sie ſind ja alle da geweſen, die alten Doktoren, haben ſie verlaſſen, und ſind zu Bett gegangen, Meſſer Antonio und ſeine Herrn Collegen, denn ſie ſchien zu ruhn, und die Herrn lieben ihre Gemaͤchlichkeit, ſo wie ſie beruͤhmt geworden. Nun aber ſchwebt die liebe Frau in Todesgefahr, Kraͤmpfe uͤber Kraͤmpfe, grade, wie ich, da Ihr mich gerettet. O, theurer Hel⸗ fer in der Noth! da bin ich ihr zu Fuͤßen ge⸗

fallen, und habe ſie gefleht, mich zu Euch, der

ihr Wunder an mir gethan, gehn zu laſſen, und

nun kommt, und entreißt ſie dem Tode, wie ihr

mir gethan!

Ich komme! rief Lippold, kleidete ſch haſtis an, und lief zu Martin hinunter, dem er auf⸗ zuſchließen gebot. Aufſchliehen: rief der ge⸗