Teil eines Werkes 
1. Th. (1822)
Entstehung
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und jede Vor ſicht wurde aufgeboten, um die liebliche Frau zu ſchonen, zu erfreuen und zu hegen. Waͤhrend nun Meſſer Antonio mit einer Devotisn, wie man noch keine an ihm bemerkt, ſich nach dem hohen Befinden ſei⸗ ner Pflegbefohlnen erkundigte, gieng Lippold gebuͤckt in die Huͤtte ein, wo die arme Antonina zwiſchen Leben und Tod ſchwebte. Ihr Toͤch⸗ terchen, Tereſina, weinte hoffnungslos am Fuß des Lagers, ihr Gatte war vor einigen Wochen geſtorben, und die Leere der Waͤnde, das duͤrſtige Geraͤth, zeugte von der druͤckend⸗ ſten Armuth. In hoͤchſter Eil verſchrieb Lip⸗ pold eine krampfſtillende Arzuei, ſendete damit Giuſeppe zum Spezereihaͤndler, indem er ihm anbefahl, die Medizin auf ſeinen Na⸗ men zu nehmen, und traf dann mit Huͤlfe einer guten Nachbarin, die theilnehmend in die Huͤtte geeilt war, jede erſinnkiche Anſtalt zur Lindrung der Leiden Antonina's. Der Himmel ſegnete die mitleidvolle Huͤlfe des Ret⸗ ters in der Noth, jubelnd trug die Rachbarin nach wenigen Stunden ihm den Neugebornen zu, dem er mit Dank zu Gott und mit Thraͤ⸗ nen einen Segenskuß auf die Stirn druͤckte.