Teil eines Werkes 
1. Th. (1822)
Entstehung
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nete Lippold beſcheidentlich, mißverſteht mich nicht. Meſſer Severino iſt der einzige Arzt in Neapel, der Theorie und Praxis in der Chi⸗ rurgie fuͤr unzertrennlich von der innern Heil⸗

kunde hält, da nun bei einer zarten Frau leicht

ein Unfall Verſtehe! unterbrach der Dok⸗ tor, rathe doch dem jungen Herrn, ganz un⸗ beſorgt zu ſeyn! Er warf einen durchbohrenden Blick auf Lippold: 1 A30

In dieſem Augenblick ſtäͤrzte ein junger Menſch in duͤrftiger Kleidung auf die Beiden zu, umfaßte die Kniee des Arztes, und rief: Wuͤrdiger Meiſter Antonio, um aller Heiligen willen, helft! Meine Mutter ringt mit dem Tode! Deine Mutter? ſprach gedehnt Meſ⸗ ſer Antonio, wer iſt ſie, wie heißt ſie, wo wohnt ſie? Ich werde es mir in meiner Schreibtafel merken, und dieſer Tage einmahl bei gelegner Zeit O, Gott, der Augenblick draͤngt furchtbar, rief der Jüngling. Sie wird ſchon durchkommen, nur Geduld! troͤſtete der huͤlfreiche Nann, indeß Lippold auf Kohlen ſtand, und wie Espenlaub bebte. Mit ver⸗ zweiflender Geberde flehte der Juͤngling von Neuem um Huͤlfe und Rettung, ſtellte vor,

daß

ganz vom eilt, die

Lebe opfe

uͤbe We mal rief