Teil eines Werkes 
1. Th. (1822)
Entstehung
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die Kerne in der Chriſtnacht eingeſenkt, und einen wunderbaren Segen daruͤber geſprochen, ſo daß der Baum nie ausgehen werde; ein Andres wollte wiſſen, es ſey in jenen finſtern Zeiten, wo Treuloſigkeit der Ehefrauen noch mit dem Tode beſtraft wurde, eine junge, ſchoͤne Frau, von Wall⸗ burgs Familie, unſchuldig zum Richtplatz gefuͤhrt worden, ſie habe im Hinwandeln von einem Apfel⸗ baum ein Zweiglein gepfluͤckt, und dies unter ihr Fenſter in die Erde geſteckt, dabei unter Thraͤ⸗ nen ausgerufen: So wahr dies Zweiglein zum Baume werden und bluͤhen wird, und meinen Kindeskindern Frucht tragen,, ſo wahr ſterb' ich unſchuldig! Das habe nun die Anweſenden ſehr entſetzt und bekuͤmmert, und haben ſich Wallburgs Jugendgeſpielinnen verheißen des Zweigleins zu pflegen, ſie aber geſprochen: nur Thau des Him⸗

mels laßt es netzen, und ſo ſey ſie zum Tode

gegangen. Das Zweiglein aber ſey aufgeſproßt, und habe gebluͤht und Fruͤchte getragen, und wie es gebluͤht, ſey die falſche Anklaͤgerin der ſchoͤ⸗ nen Wallburg in die Moſel geſprungen.

Dieſe und aͤhnliche Sagen kamen an die Reihe, waͤhrend Siegfried im Wipfel ſtehend die

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