Er ergriff alſo die Feder, und entwarf fol⸗ genden Brief:
„Sie werden ſehr verwundert ſeyn, Fräu⸗
lein, daß ein Mann, der von ſeinem und Ih⸗ rem Vater beſtimmt iſt, Sie zu heirathen, Sie beſchwört, ihm eine heimliche Zuſammen⸗ kunft zu bewilligen; dieſe Gunſt iſt für unſer
gegenſeitiges Glück ſo nothwendig, daß ich
Sie flehentlich bitte, ſie mir nicht abzuſchla⸗ gen. Sagen Sie mir gütigſt Ort und Stun⸗ de, wo ich Sie ſehn kann. Wundern Sie ſich nicht, daß der Brief weder Auf⸗ noch Unterſchrift hat; ich hielt aber dieſe Vorſicht für nöthig, damit weder Sie noch ich in Ver⸗ legenheit gebracht werden, wenn er in unrechte Hände gerieth.“
Er ſiegelte den Brief, und begab ſich Abends in die Nähe von Duvals Haus. Ein Bedienter kam heraus; er fragte ihn, und erfuhr, daß er im Dienſt des Handelsherrn


