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ſpähen, was wohl Urſache wär, daß die ge⸗ ſtrenge, ſpruchreiche Frau Nachbarin ſie beſon⸗ ders ſo ſchonungslos verfolgte.
Es war ihr noch nie eingefallen, den analze die ſet häßlichen Perſon zu ſtudi⸗ ren; als ſie ſich aber nun die Mühe nahm, kam ſie bald dahinter, daß Madame Armand zu den Frauen gehörte, die nur ſcheinbar, oder wider ihren Willen tugendhaft ſind, und die Aufführung andrer bekritteln, um ihre eigne in ein helleres Licht zu ſetzen. Anfangs meinte Fulvia, die ganze Strenge ihrer Nachbarin rühre daher, daß ſie nun über die Jahre, wo man die Freuden der Jugend genießt, hinaus ſei, und nun in die Fußtapfen der alten Leute trete, die das verdammen, was ſie nicht mehr ſelbſt thun können. Sie theilte auch ihrem Gatten dieſe Bemerkungen mit, um ihm die Ideen, die er vielleicht von den Geſprüchen der Witwe behalten, aus dem Gedächtniß zu


