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Fulvia habe, deren Klugheit er ja kenne; zu⸗ gleich fing er an, alle guten Eigenſchaften ſeiner Frau zu loben, und ſchloß damit, daß— er ſie eben ſo hochachte, als er ſie liebe.
Dieſe Antwort brachte aber die böſe Witwe keineswegs zum Schweigen, ſondern ihr Neid, dadurch nur reger gemacht, trieb ſie immer zu neuen Ausfällen gegen Fulvia, die denn Morange ruhig mit anhörte, ihre Härte und Strenge ihrem Alter zuſchrieb, und nach wie vor auf dieſelbe Weiſe mit ſei⸗ ner Gattin lebte.
Fulvia, die früher über die Strafpredig⸗ ten ihrer Nachbarin immer nur gelacht hatte, ſo lange ſie unwichtige Gegenſtände betrafen, wurde doch nun aufgebracht, als ſie erfuhr, wie jene ſich bemüht hatte, die Eiferſucht ih⸗
res Mannes zu erregen, und ſo den ſchönſten
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Verein gegenſeitiger Liebe zu zerſtören. Sie
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gab ſich daher alle erſinnliche Mühe, auszu⸗


