244 Frau von Altendorf, Sie ſollen immer frey ſeyn, und ſehe ich Sie eine Stunde nach Ih— rer Abreiſe, oder an demſelben Abend, oder den andern Tag wiederkommen, ſo ſtehen Ihnen meine Arme offen.— Gewiß, ſetzte der alte Ba⸗ ron hinzu, Ihre Gründe gehören Ihnen, und wir werden alle andrer Meinung, ſobald Sie Ihren Entſchluß ändern. Dieſe unendliche Gut⸗ herzigkeit welche uns vielleicht in einem andern Augenblick ein wenig beluſtigt hätte, machte uns jezt in Thränen ausbrechen; Theobald war überwältigt, er verließ den Saal. Lieber Va⸗ ter, liebe Mutter, ſagte Emilie, wenn ich bey einer andern Abreiſe ſtrafbar war, gewiß ſo bü⸗ ße ich jezt meine Schuld.— Straſbar! rief der Baron, woran denken Sie? Sie ſind uns ge⸗ wiß nie ſtrafbar vorgekommen.— Sehen Sie nicht, daß Sie uns alle glücklich machen? ſagte die Baronin, mit einer herzlichen Umarmung.— — Adieu! Herr Abbé. Wir reiſen morgen vor Tagesanbruch.
Ich finde noch Zeit, auf Ihren letzten Brief
—


