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Drei Weiber : eine Novelle / von dem Abbè de la Tour. Aus d. franz. Manuskript übers. von L. F. Huber
Entstehung
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243 weder Briefe ſchreiben noch empfangen, die Nachrichten von Altendorf ſollen uns durch Bauern zugeſchickt werden.-

So eben wird beſchloſſen, daß uns der alte Baron begleitet. Seine Gemalin bleibt mit Theobald, den Kindern und Joſephinen zurück. Dieſe letzte iſt untröſtlich; o mein Gott! rief ſie eben, wenn ſich meine Herrſchaft gewöhnte von jemand anderm als mir bedient zu werden! Theobald und Emilie verhehlen umſonſt ihren tiefen Schmerz. Wenn er zurückbleibt, wenn ſie ihn verläßt, ſo geſchieht es nur um die Ru⸗ he des Liebſten was ſie auf Erden beſitzen zu ſichern: ſie haben ſich dies tauſendmal wieder⸗

holt, und ſind doch kaum entſchloſſen. Mich

dünkt, ſagte Emilie, ich werde kaum den Fuß

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im Wagen haben, ſo werde ich wieder ausſtei⸗ gen und in das Haus zurückeilen müſſen. Bin ich thörigt genug dazu, ſo hindert mich we⸗ nigſtens nicht... oder nein, ich habe Un⸗ recht, zwingt mich abzureiſen! Nein, ſagte

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