17 mal ſchwazten ſie, noch öfter ſangen ſie zuſam— men. Joſephine hatte eine allerliebſte Stimme, der Emilie den Ton angab, und oft beklag⸗ ten ſie den Verluſt einer ſehr ſchönen Harfe, die Emilie vortrefflich ſpielte; aber in der Eile mit welcher man aus Frankreich geflüchtet war, hatte man ſie ſo ſchlecht eingepackt, daß ſie unterwegs zerbrochen war.
Eines Abends wie ſich die beiden Mäd⸗ chen unter einer alten von Epheu und Geis⸗ blatt bedeckten Laube niederſetzten, fanden ſie eine ſchöne ganz neue Harfe. Joſephine war voll Entzücken, Emiliens Verwunderung war noch größer wie ihre Freude. Wie kann das zu⸗ ſammenhängen? rief ſie aus.— Spielen Sie doch nur, ſagte Joſephine, und zog das In⸗ ſtrument eifrig aus dem Futteral, ſpielen Sie doch nur, und ſingen Sie eines dazu. Emilie nahm ihr die Harfe aus der Hand, durchlief die Saiten mit leichten Fingern, ſpielte und ſang. — Die Vögel verſtummten, die betagten Eigen— thümer des Hauſes ſchlichen ſich in den Garten, und hinter einer Hecke von blühendem Hage⸗
Drei Weiber. B


