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Drei Weiber : eine Novelle / von dem Abbè de la Tour. Aus d. franz. Manuskript übers. von L. F. Huber
Entstehung
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16 Klugheit, dein Dienſteifer mag unſern Aufent halt wählen.

Joſephine küßte voll Stolz und Dankbarkeit, ihre Wohlthaten angenommen zu ſehen, ihrer Herrſchaft die Hand, und eilte ihren Plan in's Werk zu ſetzen. In wenig Tagen waren einige ihnen gehörige Geräthſchaften verkauft, andere nahmen ſie mit ſich; und ſo ſahen ſich die bei den jungen Mädchen bald in der niedlichſten Hütte des angenehmſten Dorfs von ganz Weſt⸗ phalen eingerichtet.

Die Eigenthümer bewohnten die eine Hälfte des Hauſes, ſie waren ſo alt daß ſie ihren Gar⸗ ten, deſſen Anbau ihnen ſchwer wurde, gegen einen Zins von Kohl und Erdäpfeln, den neuen Miethsleuten abtraten. Joſephine bearbeitete ihn, hielt eine Ziege, ſpann Flachs und Hanf; Emilie pflegte einige Roſenſtöcke, ſpielte mit der Ziege, und ſtickte auf Mußelin und Linon al lerlei, womit ſich Joſephine an Sonn- und Feſt tagen putzte. Sie führten eine einfache, geſun⸗ de Lebensweiſe, Joſephine war luſtig und ehr erbietig, Emilie ſanft und ernſthaft. Manch⸗

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