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Drei Weiber : eine Novelle / von dem Abbè de la Tour. Aus d. franz. Manuskript übers. von L. F. Huber
Entstehung
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15 irren ſich, und ich will es Ihnen ſchon bewei ſen. Morgen hätten Sie den Hauszins bezah⸗ len müſſen, vielleicht hätte Sie das in Verle genheit geſetzt, aber es iſt bereits geſchehen. Wie hätte ich meine Sparpfennige beſſer an⸗ wenden können? Glauben Sie aber nicht, daß damit mein ganzer Schaz erſchöpft iſt; mir bleibt noch genug, um wenigſtens ſechs Mona te, zwar eine kleinere, aber weit muntrere Woh⸗ nung zu bezahlen; denn ich denke doch daß wir aufs Land ziehen, und dieſe Stadt ſcheint mir, außer daß ſie uns ſo traurige Andenken zurückrufen würde, an ſich ſelbſt ein ziemlich unangenehmer Aufenthalt.

Emilie ſah Joſephinen mit einiger Verwun⸗ derung an; ſie weinte, ſie unterdrückte die Be⸗ denklichkeiten, die Einwürfe ihres Stolzes, ſie unterdrückte ſelbſt ihren Dank, denn ſie wußte wie wenig er einer ſo großmüthigen Ergeben⸗ heit angemeſſen ſeyn könnte. Verzeih mir Jo ſephine, rief ſie, daß ich dein vortreffliches Herz weder errieth, noch kennen zu lernen ſuchte;

wir wollen hinziehen wo es dir gefällt; deine