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Drei Weiber : eine Novelle / von dem Abbè de la Tour. Aus d. franz. Manuskript übers. von L. F. Huber
Entstehung
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ſie anfangs ohne alle Sorge für die Zukunft lebten, ſahen ſie ſich bald ohne Hülfsmittel; der Kummer beſiegte ihre Vernunft, untergrub ihre Geſundheit, und ſtürzte ſie beide, faſt zu gleicher Zeit, in das Grab. Leben Sie um meinentwillen! rief die unglückliche Emilie, wel⸗ che den ganzen Umfang des ſie drohenden Ver⸗ luſtes überſah; rufen Sie Ihren Muth, Ihr fliehendes Leben zurück! Meines Weibes, meines Kindes Unglück koſtet mir das Leben, ſagte der Vater mit ſterbender Stimme. Ich kann meinen Gatten nicht überleben, noch mei⸗ ner Tochter Elend ertragen, rief die erblaſſende Mutter. Emilie in einem fremden Lande, wo ſie ſich ohne Freunde, ohne Stütze glaubte, be⸗ weinte ſie mit troſtloſer Bitterkeit.

So bald ſie ſich einigermaßen beruhigt hat te, redete eine junge Elſaßerin, die allein von einem zahlreichen Gefolge übriggeblieben war, und ihrem Fräulein eben ſo treu als geſchickt aufwartete, ſie mit den Worten an: Fräulein, Sie glauben ganz verlaſſen zu ſeyn, weil Sie

niemand mehr wie Ihre Joſephine haben. Sie