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Honorine von Üserche oder die Gefahr der Systeme : eine Novelle / von dem Abbè de la Tour. Aus d. franz. Manuskript übers. von L. F. Huber
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19⁰ hatten nie zuſammen geſpeiſt, nie ganze Ta⸗ ge mit einander verlebt; und dieſer Genuß war ſo köſtlich als ungewohnt. An ſeiner Seite ſitzend, ihm zu trinken einſchenkend oder Früchte reichend, den ganzen Tag durch tauſend Gefälligkeiten, tauſend zärkliche Dienſtleiſtungen von ihm empfangend, wein⸗

te, lächelte, ſeufzte ſie wechſelsweiſe.

Florentin war niedergeſchlagner als ſie.

Vergebens ſuchte er im Studieren Kräfte und Zerſtreuung; vergebens lief er auf die Jagd, mattete ſeine Pferde und ſich ſelbſt ab: er fand weder Freude in dieſem Umher⸗ treiben, noch Ruhe in ſeiner Müdigkeit.

Nur wenn er bei ſeiner Schweſter war,

dünkte ihm ſein Daſeyn erträglich. Biswei⸗

len ſtreckte er eine zitternde Hand nach ihr 1

aus, und wollte ſie alsbald⸗ zurückziehen.

Alberner Menſch! ſagte Honorine; laß mir

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