128.
von meiner Abreiſe, ahnſt du den Sturm der mich bedroht? Bitte Gott daß er mich nicht zerbreche!
„Lebe wohl, in drei Tagen klopfe ich an deine Thuͤre.“
7.
Wirklich folgte auch Aymar ſeinem Vater⸗
noch an demſelben Abend als er dieſe Bot⸗
ſchaft abgeſchickt hatte, in ſein Schlafzimmer.
Mit zitternder Stimme begann er:
— Mein Vater, verzeiht wenn ich Euch
nochmals beunruhige, Ihr ſeht mich zu Euern Fuͤßen, ſeyd nicht ungehalten; erinnert Euch
daß ich mein ganzes Leben lang mich Eurem
Willen fuͤgte, dieſes einzige Mal muß
meinen eigenen Willen haben, und ſollte er mir dießmal ſchon verderblich ſeyn? Ihr wißt, die Liebe laͤßt ſich nicht befehlen, wahre
Liebe geht nie unter, Ihr wißt es, denn Ihr
habt meine Mutter geliebt. Bei dieſen Worten fieng Rochegude au zu zittern, furchtbare Erinnerungen ſchienen in


