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Eines Tages ſchrieb ſie folgendes Billet an ihren Verlobten:
„Aymar, wenn du Dina liebſt, wie Dina dich liebt, ſo beſchwoͤre ich dich, kehre eilig zuruͤck wenn du noch frei biſt. Biſt du es nicht, ſo zerreiße deine Feſſeln; wo du hin gehſt, ich folge dir! Oder ſage mir wenig⸗ ſtens wo du gefangen biſt, damit ich komme und mit dir ſterbe. Deine Abweſenheit ver⸗ urſacht mir ſo viele Schmerzen, und ich bin ſo ſchwach daß ich weder laͤnger die Feder halten, noch einen Gedanken faſſen kann.“
Eine Woche ſpaͤter erhielt Dina dieſe Ant⸗ wort:
„Troͤſte dich, meine liebe Braut! Morgen, mit Tages⸗Anbruch, reiſe ich ab. Verzeihe mir wenn ich dir ſo viele Leiden verurſache, auch ich leide nicht weniger. Um meinen Kummer zu zerſtreuen, habe ich den Baͤren meiner Gebirge gejagt. Von Tag zu Tag glaubte ich abreiſen zu koͤnnen, deswegen habe ich mit der Antwort gezoͤgert, ich wollte ſie dir ſelber bringen; ich hoffte meinen Vater erweichen zu koͤunen, doch er iſt unbeugſamer als die Alpen. Heute Abend benachrichtige ich ihn


