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In jener ſchoͤnen Jahreszeit wo Alles wie⸗
der neu erſteht, wo friſches Leben durch alle Pulſe ſchlaͤgt, und mit gebietender Gewalt das Beduͤrfniß der Mittheilung unſere Seele
draͤngt, wo alle Saiten unſeres Weſens Liebe
klingen, war Dina allein, Dina die ſeit ei⸗ nem Jahre einen theuren Freund zu ihren Fuͤßen ſah, Dina die ſo vertrauensvoll, ſo hingebend, nur in ihm dachte und lebte, in dem Manne ihrer Liebe, deſſen Beruͤhrung
erſt ihr Herz erſchloſſen, deſſen Naͤhe ihr
mehr als je zur Nothwendigkeit geworden; ſie war allein, der Arm der ſie ſtuͤtzte, die Hand die ſie leitete, die Lippen die ihr Wil⸗
len, Haß, Liebe lehrten, Alles! Alles fehlte
ihr; das arme Maͤdchen erlag unter der Laſt
ihrer quaͤlenden Gedanken, die Furcht den Ge⸗
liebten zu verlieren oder ſchon. veploren zu haben, toͤdtete ſie.
Ihre Eltern verſuchten Alles um ſie zu er— heitern: ſie uͤberhaͤuften ſie mit Geſchenken, zeigten ihr die Schoͤnheiten der Umgegend, und giengen hin an den Ufern der Saone und Rhone, aber nichts gefiel ihr; ſie blieb ſtumm und ungeruͤhrt hinter ihrem dichten Schleier.
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