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Die Macht des Geschickes : drei Erzählungen aus dem Französischen / von Champavert
Entstehung
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In jener ſchoͤnen Jahreszeit wo Alles wie⸗

der neu erſteht, wo friſches Leben durch alle Pulſe ſchlaͤgt, und mit gebietender Gewalt das Beduͤrfniß der Mittheilung unſere Seele

draͤngt, wo alle Saiten unſeres Weſens Liebe

klingen, war Dina allein, Dina die ſeit ei⸗ nem Jahre einen theuren Freund zu ihren Fuͤßen ſah, Dina die ſo vertrauensvoll, ſo hingebend, nur in ihm dachte und lebte, in dem Manne ihrer Liebe, deſſen Beruͤhrung

erſt ihr Herz erſchloſſen, deſſen Naͤhe ihr

mehr als je zur Nothwendigkeit geworden; ſie war allein, der Arm der ſie ſtuͤtzte, die Hand die ſie leitete, die Lippen die ihr Wil⸗

len, Haß, Liebe lehrten, Alles! Alles fehlte

ihr; das arme Maͤdchen erlag unter der Laſt

ihrer quaͤlenden Gedanken, die Furcht den Ge⸗

liebten zu verlieren oder ſchon. veploren zu haben, toͤdtete ſie.

Ihre Eltern verſuchten Alles um ſie zu er heitern: ſie uͤberhaͤuften ſie mit Geſchenken, zeigten ihr die Schoͤnheiten der Umgegend, und giengen hin an den Ufern der Saone und Rhone, aber nichts gefiel ihr; ſie blieb ſtumm und ungeruͤhrt hinter ihrem dichten Schleier.

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